Cellulite

/Cellulite
Cellulite

Cellulite

Cellulite ist ein Zustand des Unterhautfetts, der das Hautrelief gröber macht und der Haut ein orangenartiges Aussehen verleiht. Die Haut fühlt sich so rauh an wie die bekannte orangefarbene Frucht. Cellulite wird daher auch gerne als “Orangenhaut” bezeichnet.

Eines muss klar sein: Cellulitis ist etwas anderes als Cellulite – das sind unterschiedliche Begriffe, die viele Menschen verwirren. Cellulitis ist eine bakterielle Infektion des Unterhaut-Bindegewebes – oft begleitet von Rötung, Schwellung und Fieber. Wenn in der medizinischen Fachsprache ein Begriff auf „-itis“ endet, bedeutet das, dass es sich um eine Entzündung handelt. Bei Cellulite gibt es keine Entzündung: Es handelt sich um eine Verklebung und Schwellung der Bindegewebsstruktur unter der Haut. Es ist also nicht wirklich eine echte ‚Orangenhaut‘.

Östrogen als bedeutender Faktor

Wenn du an Cellulite leidest, ist dies nichts, wofür du dich schämen müsstest. Nicht weniger als 98% der Frauen (in den Niederlanden) geben an, an Cellulite zu leiden, obwohl die Schwere des Problems natürlich bei jedem unterschiedlich ausgeprägt ist. Cellulite wird weitgehend vererbt: Deine Gene entscheiden darüber, ob du die Veranlagung besitzt, ein unstetes Hautbild zu entwickeln. Neben der genetischen Veranlagung spielen auch Hormone eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Cellulite. Vor allem Östrogen, das sogenannte weibliche Hormon, fördert die Fetteinlagerung in den Zellen. Dadurch schwellen die Fettzellen an Gesäß, Hüfte und Oberschenkel an. Vor allem in der Pubertät, Schwangerschaft und Menopause hat dieses Hormon einen großen Einfluss auf die Haut.

Es gibt verschiedene Ursachen für Cellulite, hier sind einige:

1. Stagnation des Blut- und Lymphkreislaufes mit der damit verbundenen Flüssigkeitsansammlung. Das führt dazu, dass Abfallstoffe nicht aus dem Körper entweichen können und sich somit zwischen den Fettzellen anlagern.
2. Verstopfte Fettzellen, die aneinander kleben
3. Verklumpungen der Hautschichten
4. Schlaffe Haut
5. Genetische Veranlagung (erblich bedingt).
6. Belastung der Leber, z. B. durch Alkoholkonsum.
7. Ungesunde Schlafgewohnheiten
8. Medizinische Ursachen oder Medikamentengebrauch

Es ist möglich, dass nur einzelne dieser Punkte in deinem Fall zutreffen. Nicht immer sind alle acht obengenannten Ursachen der Fall.

Stress und Ernährung

Stress ist eine weitere mögliche Ursache für Cellulite. Moderater Stress ist gesund und normal. Wenn du jedoch an übermäßigem Stress leidest, kann sich das negativ auf deine Haut auswirken. Das geschieht nicht unmittelbar. Stress stört die Fettverarbeitung und die Instandhaltung der Haut, was potentielle Ursachen für Cellulite sind. Wenn du zu angespannt bist, wirst du nicht mehr ideal atmen und darunter leidet die Versorgung deines Körpers mit Sauerstoff. Die Verdauung wird ebenso weniger effizient funktionieren, was zu Verstopfung und Durchfall führen kann. Schlafstörungen beeinträchtigen unsere Erholungsphasen, wodurch essentielle Regenerations- und Heilungsprozesse im Körper gestört und erschwert werden.

Hormone

Hormone können echte Bösewichte sein. Vor allem, wenn ein Ungleichgewicht besteht zwischen den beiden Hormonen Östrogen und Testosteron. Ein Überschuss an Östrogen im Körper im Verhältnis zu Testosteron kann die Entstehung von Cellulite begünstigen. Dies kann zum Teil der Grund dafür sein, dass einige Frauen mehr an Cellulite leiden als andere. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass bei Einnahme der Pille die Gefahr Cellulite zu entwickeln ansteigt. Die Pille enthält zwei Arten von Hormonen: Östrogene und Progestagene. Deshalb wird die Pille auch “Kombinationspille” genannt.

Gewicht

Außerdem kann auch der allseits bekannte Jojo-Effekt (schnelle Gewichtsabnahme und darauffolgende Gewichtszunahme) zur Entwicklung von Cellulite führen. Wenn dein Gewicht starkt schwankt, wird deine Haut schlaffer werden. Beim Zunehmen werden einige deiner Hautgrübchen dicker. Beim Abnehmen jedoch verlieren die dicken Gruben nicht mehr Volumen als die anderen. Direkt unter der Epidermis bilden sich dann dicke und dünne vertikale Fettklumpungen zu einem das Hautbild bestimmenden Muster. Dies ist die erste Phase einer Orangenhaut. Da Cellulite aus Fettzellen besteht und die Fettzellen bei der Gewichszunahme wachsen, wird deine Cellulite umso sichtbarer, je mehr du zunimmst.

Was geschieht genau?

Cellulite führt zu Unebenheiten, Beulen und Dellen an Hüften, Oberschenkeln und Po. In diesen Bereichen fühlt sich die Haut in entspanntem Zustand rauh an. Die Fettpartikel werden unter der Haut in „kleinen Räumen“ mit Wänden aus Bindegewebe gespeichert. Die Haut wird dadurch nach außen gedrückt und das Bindegewebe zieht die Haut nach unten. Dies führt zu Grübchen und Beulen. Die verminderte Durchblutung in diesen Bereichen führt dazu, dass sich die Haut kalt anfühlt und in der Sonne weniger braun wird. Cellulitestellen sind daher im Sommer noch deutlicher sichtbar.

Es gibt verschiedene Stufen der Cellulite:

Leichte Cellulite

Leichte Cellulite ist eine Form von Cellulite, die nur sichtbar ist, wenn die Haut zusammengedrückt wird oder Muskeln angespannt werden.

Mittelschwere Cellulite

Mittelschwere Cellulite ist ansatzweise sichtbar im entspannten Zustand, tritt jedoch deutlich hervor bei Muskelanspannung.

Tiefe Cellulite

Tiefe Cellulite ist in jedem Zustand deutlich sichtbar.

Behandlung

Denke daran, dass Cellulite in jeder Form nur schwer zu reduzieren ist. Eine leichte Form der Cellulite kann bis zu einem gewissen Grad behandelt werden: Das Gewebe ist noch straff und die Cellulite wird erst sichtbar, wenn man die Haut zusammendrückt. Bei Störungen des Hautstoffwechsels erfordert Cellulite eine spezielle Behandlung durch einen Kosmetiker, Masseur und/oder Physiotherapeuten. Es gibt eine vielversprechende neue Therapie, die derzeit erforscht wird: Kryolyse. Fettzellen sind sehr kälteempfindlich, durch die Anwendung von Kälte während der Behandlung können Fettzellen daher zerstört werden.

Eine Kombination aus Krafttraining und Cardio-Training kann helfen, sichtbare Cellulite zu reduzieren. Mäßigung des Alkoholkonsums und Stressabbau können ebenfalls hilfreich sein. Frauen können darüber nachdenken die Einnahme der Pille zu unterbrechen, um ihren Hormonhaushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Eine gesunde Ernährung und die Aufrechtherhaltung eines stabilen, gesunden Gewichts können ebenfalls helfen.

Gymnastik

Teilweise kann das Problem auch z. B. mit Infrarot- oder Lasertherapie angegangen werden. Auch endermologische Behandlungen können Wirkung zeigen. Diese beinhalten eine Art Hautgymnastik. Die Behandlung stärkt dein Bindegewebe, fördert die Entfernung von Schlackenstoffen und regt die Durchblutung sowie das Lymphsystem an. Für die Entsorgung aller Abfallstoffe ist es wichtig, nach der Behandlung viel Wasser zu trinken. Sport hilft natürlich auch. Wenn du die Muskelmasse unter deiner Cellulite vergrößerst, wird deine Haut angehoben und dadurch wird dein Hautbild optisch verbessert. Zusätzliche Muskelmasse wird durch regelmäßige Bewegung und Krafttraining aufgebaut.

Bei allen Behandlungen gegen Cellulite gilt, dass man kritisch bleiben muss. Es sind meistens plastische Chirurgen, die alle Arten von Spezialbehandlungen, Salben und Schulungen anbieten. Denke jedoch daran, dass diese oft eher ihr Eigeninteresse verfolgen- sei also stets auf der Hut und gut informiert.

Aber es gibt noch mehr Möglichkeiten. Bewegung fördert die Durchblutung des Körpers und kann die Ansammlung von Fettzellen reduzieren. Kombiniere Sport mit gesunden Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, um Cellulite zu minimieren. Rauchen hat ebenso einen negativen Einfluss auf das Bindegewebe – versuche dies also ganz oder so weit wie möglich zu vermeiden. Erwarte jedoch nicht, dass Bewegung, der Verzicht aufs Rauchen und eine gesunde Ernährung sofort zu einem gleichmäßigen Hautbild führen werden. Wie bereits erwähnt, ist Cellulite auch erblich bedingt und es gibt lediglich Möglichkeiten, die sichtbaren Effekte zu minimieren, nicht aber die “Orangenhaut“ vollständig an der Entstehung zu hindern oder zu beseitigen. Zur Anregung der Durchblutung kannst du Cellulite-Cups verwenden. Das sind Näpfe, die per Vakuummechanismus an den Problemzonen befestigt werden. Man schmiert die Beine ausreichend mit Öl ein und schiebt den Napf über den entsprechenden Zonen hin und her. Die Haut wird dann rot und es ist ein bisschen schmerzhaft. Nach der Behandlung können auch blaue Flecken zu sehen sein, die jedoch immer seltener auftreten, je öfter die Behandlung durchgeführt wird. Du kannst diese Behandlung auch von verschiedenen Schönheitsspezialisten durchführen lassen, es ist nur wichtig, dass sie regelmäßig durchgeführt wird und nicht unterbrochen wird (selbst dann nicht, wenn die Behandlung bereits zum gewünschten Ergebnis geführt hat).

Teile das mit deinen Freunden!